FODMAP-App für Smartphone

Die Monash Universität empfiehlt die App für die niedrig FODMAP Diät

Einer von sieben Erwachsenen leidet an einem Reizdarmsyndrom (RDS), wobei das Beschwerdebild Magen-Darm-Blähungen, Bauchschmerzen, Völlegefühl, Durchfall und Verstopfung umfasst. Es sind mehr Frauen als Männer von RDS betroffen. Die Erkrankung tritt auf der ganzen Welt auf, so auch in Europa, in den USA sowie in zahlreichen Ländern Asiens und des Pazifiks.

Dank dem Forschungsteam an der Abteilung für Gastroenterologie an der Monash University in Australien ist nun eine App für Smartphone erstellt worden, die RDS-Patienten bei der Kontrolle ihrer Symptome unterstützen kann. Diese App liefert detaillierte Angaben über die verschiedenen Nahrungsmittel, die RDS-Reaktionen auslösen können.

Es ist allgemein anerkannt, dass die beste Vorgehensweise zu einer Verminderung von Reizdarm-Symptomen in einem diätischen Ansatz liegt. Dabei sollen Nahrungsmittel vermieden werden, die eine bestimmte Gruppe von Kohlenhydraten enthalten, die FODMAPs (fermentierbare Oligosaccharide, Disaccharide, Monosaccharide und Polyole) genannt werden. Diese Kohlenhydrate werden im Gastrointestinaltrakt nur unzureichend verdaut.

Das FODMAP-Konzept wurde durch Forschungsarbeiten an der Monash University entwickelt. Unter der Leitung von Dr. Peter Gibson, Professor für Gastroenterologie an der Monash University und Direktor der Gastroenterologie am Alfred Hospital in Melbourne und Dr. Jane Muir, Leiterin der Abteilung für Translationale Ernährungswissenschaften an der Monash University, hat nun eine Forschungsgruppe weltweit erstmals die Mehrzahl aller in Nahrungsmitteln vorkommenden FODMAPs erfasst. Die Wissenschaftler haben in ihrem Labor an der Monash University eine umfassende Datenbank mit den FODMAP-Gehalten verschiedenster Nahrungsmittel erarbeitet.